Wie lange werden Schufa-Einträge gespeichert

Je nach Datenmeldung gibt es unterschiedliche Speicherzeiten. Allerdings gilt auch hier: Nicht in jedem Fall löscht die Schufa die Daten automatisch nach Ablauf. Es gibt immer wieder Vorfälle, wo dieses übersehen wurde. Daher sollte die Schufa Selbstauskunft unbedingt jährlich zur Gegenkontrolle erfolgen!

 

Generell gilt: Bereits eine Kreditanfrage oder ein Antrag auf Kontoeröffnung, bedeuten auch automatisch ein Datenvermerk in der Schufa. Umgehen können Sie das nur, wenn Sie zum Beispiel auf einen Kredit ohne Schufa setzen. In diesem Fall erfolgt kein Datenvermerk und die Auskunft wird nicht belastet. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung speichert die reine Anfrage (bei Krediten, Bankkonten, Verträgen, etc.) für 12 Monate. Allerdings bleiben diese Daten häufig wesentlich länger in der Auskunft als es eigentlich sollte. Nicht vergessen: Solche Anfragen, die weder positiv noch negativ sind, belasten den Score Wert und führen somit zu einer Verschlechterung der eigenen Bonität.

 

Ein gewährtes Darlehen wird erst 3 Jahre nach der Rückzahlung bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung gelöscht. Solange bleibt es in Ihrer Auskunft bestehen. Daher macht ein Kredit ohne Schufa mehrfach Sinn. Die Zinsen und Kosten sind hierbei mittlerweile gleich mit einem normalen Kredit. Dafür erfolgt bei dem Darlehen ohne Schufa aber kein Eintrag. Die Bonität wird also nicht belastet!

 

Zahlungsausfälle, Mahnbescheide und eidesstattliche Versicherungen werden ebenfalls erst 3 Jahre nach der Erledigung aus den Dateien gelöscht. Das gilt auch für eine Verbraucherinsolvenz. Erst danach baut sich der Score Wert langsam wieder auf. Unklar ist aber, ob die Schufa auch nach der Löschung über einen internen Datenstamm verfügt, wo diese Punkte archiviert wurden und damit die Bonität auch noch Jahre danach belasten kann.