II. Wie kommt die Schufa an meine Daten

Eine Frage, die sich immer wieder viele Bundesbürger in diesem Zusammenhang stellen. Und ein Punkt, der immer wieder für viel Kritik sorgt. Die Schufa speichert eine Vielzahl von Daten und wertet diese in einem automatisierten Verfahren aus. Aber: Die Daten werden durch die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft. Ein Mangel, der immer wieder zu großen Problemen beim Verbraucher führt. Dieses Geschäftsmodell, was einige als fahrlässig bezeichnen würden, hat sich aber mittlerweile so stark etabliert, dass die Schufa in jeder Branche eine deutliche Rolle spielt. Ohne sie geht in Deutschland fast nichts. Es sei denn, Sie setzen von Anfang an auf einen Kredit ohne Schufa.

Die Daten werden von den angeschlossenen Unternehmen übermittelt. Das erfolgt automatisch, ebenso wie die Speicherung und Bewertung des Datenbestandes. Über 600 Millionen an Daten laufen bei der Auskunftsdatei zusammen. Fehler und unvollständige Daten gehören dabei zur Tagesordnung. Von tausenden Unternehmen, vom Versandshop, der Bank bis zum Zahnarzt werden diese Daten übermittelt.


Einwohnermeldeamt arbeitet mit der Schufa

Die Schutzgemeinschaft bekommt ihre Daten nicht nur von den normalen Vertragspartnern aus der Wirtschaft, sondern eben auch vom Staat. Es ist ja allgemein bekannt, das Energieunternehmen bei neuen Stromkunden die Daten dem Einwohnermeldeamt senden (um abzugleichen, ob bereits eine An/Ummeldung erfolgt ist). Interessant ist aber auch, dass die Einwohnermeldebehörden ganz automatisch eine neue Wohnadresse an die Schufa melden. Fragwürdig ist das allemal. Kritisiert wurde das jedoch nie. Wer umzieht und seine neue Adresse dem Einwohnermeldeamt bekannt gibt, wird auch in seiner Schufa Abfrage 2 – 3 Tage später die neue Wohnanschrift notiert haben. Es haben sich eine Vielzahl von automatischen Kreisläufen und Datenabgleichen gebildet, wodurch die Gemeinschaft mittlerweile immer mit aktuellen Daten versorgt wird.