Informatives zu Baukrediten

Wer neu bauen möchte, kommt an einem Baukredit kaum vorbei, denn kaum jemand hat so viel Kapital, um den Bau seines Eigenheims aus Eigenmitteln bestreiten zu können. Umso mehr sollte man alle Eventualitäten in Betracht ziehen, die sich aus dem Abschluss eines Baukredits ergeben und zukünftig ergeben könnten, um seine Bonität und Liquidität nicht zu gefährden.

Immer mehr Deutsche träumen davon, im eigenen Haus oder einer Eigentumswohnung leben zu können. Am beliebtesten ist dabei der Neubau, der kaum Wünsche offen lässt aber fast nur mit einem Baukredit bewältigt werden kann. Ein Neubau erfüllt die modernsten Ansprüche und die Räumlichkeiten können ganz nach eigenen Vorstellungen gefasst werden. Die Vorteile bei Wohneigentum sind vielfältig. Die Mieten sind in den letzten Jahren explodiert. Ein Baukredit hingegen wird immer günstiger in Deutschland. Die Rechnung ist einfach. Eine 80m² Wohnung in einer Großstadt wie Hamburg, Köln oder gar München ist oft unter 1.400 Euro kalt kaum noch zu bekommen. Wer eine solche Wohnung sucht, muss sich in lange Schlangen einreihen und den Vermieter mit seiner finanziellen Potenz bezirzen. Gar nicht so einfach. Schufa-Auskunft, Gehaltsnachweise, Leumundszeugnis und weiteres müssen meistens vorgelegt werden. Familien und Geringverdiener sind zudem gar nicht mehr willkommen und werden abgelehnt. Ein düsteres Bild, das sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen dürfte.


Wieviel Kredit kann ich mir beim Hausbau Leisten?

 

Geht es um die Baufinanzierung, ist dieses der wichtigste Ansatz vor der Antragstellung. Bitte lassen Sie sich für die Beantwortung ausreichend Zeit. Es sollte nichts überstürzt werden. Zwei Punkte sind hierfür wichtig. Zu einem sollte geprüft werden, welches Eigenkapital vorhanden ist. Wir raten hierbei zu mindestens 20 oder 30 Prozent. Augenblicklich sind teilweise noch Finanzierungen mit 0 Prozent Eigenkapital möglich. Ab Mitte 2017 wird es aber eine neue politisch Vorgabe in Deutschland geben, die diese Form der Baufinanzierung in den meisten Fällen unterbindet. Neben dem verfügbaren Eigenkapital stellt sich nun noch die Frage, welche finanziellen Mittel monatlich zur Rückzahlung zur Verfügung stehen. Hier passieren die meisten Fehler. Es reicht keinesfalls einfach von den Einnahmen die Ausgaben anzuziehen und die wegfallende Miete mit ins Plus zu setzen. Das klingt zwar einfach, führt aber irgendwann bei der Rückzahlung zu Problemen.

 

Generell sollten nur Einnahmen aufgeführt werden, die sicher und regelmäßig erfolgen. Die Miete kann als Kaltmiete ins Plus gesetzt werden. Bitte beachten Sie aber bei Bauvorhaben, dass es hier zu Verzögerungen kommen kann, die ein weiteres Wohnen zur Miete erforderlich machen.

 

Bei den Ausgaben geht es auch darum, die kleinen Kosten zu erfassen. Wer diese nicht kennt, sollte einfach für ein paar Monate ein Haushaltsbuch führen und alle Kosten dort aufführen. Manche sind erstaunt, was am Ende dabei herauskommt. Eine gute Baufinanzierung lässt immer genügend Luft zum Atmen. Denken Sie auch an finanzielle Notfälle. Das Auto geht kaputt oder plötzliche Reparaturen am Haus müssen erfolgen. Gleichzeitig müssen monatlich ebenfalls Rücklagen gebildet werden, um spätere Sanierungen vornehmen zu können. Zu guter Letzt fallen noch Versicherungskosten für den Bau oder das fertige Haus an. In der Regel sollte von der Differenz, die sich aus den Einnahmen abzüglich der Ausgaben ergeben nur maximal 40 – 55 Prozent für die Rückzahlung aufgewendet werden.

 

Finanziellen Spielraum bei der Kredithöhe immer beachten

 

Schöpfen Sie nie alle Möglichkeiten aus. Finanzieller Spielraum muss bestehen bleiben, sonst wird die Baufinanzierung später zum Alptraum. Viele Immobilienkäufer verrechnen sich oder machen anfänglich Fehler, die später teuer werden können oder gar zur Zwangsversteigerung führen. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir einen kleinen Ratgeber zum Baukredit zusammengestellt, der viele wichtige Fragen und Punkte beantwortet. In den nachfolgenden Absätzen haben wir dazu alles Wichtige zusammengefasst, damit nicht nur der Start ins Eigenheim klappt, sondern auch die Zeit danach zu einem gelungenen Traum wird.

 

Wir haben dabei viele Tipps für den Bauherrn zusammengefasst. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, eine Bonitäts-Auskunft des von Ihnen zu beauftragenden Bauunternehmens einzuholen? Nein, dann wird es höchste Zeit. Wie das geht und welchen Schutz so eine Auskunft bieten kann, erklären wir in einem unserer Absätze. Es lohnt sich also, den kleinen Ratgeber einmal genauer zu durchschauen. Viele Punkte sind Ihnen sicherlich schon vertraut, andere hingegen Neu und können so vor Fehlern und unschönen Erfahrungen schützen.

 

Eigenkapital mit Rücklagen

 

Das gilt auch für das verfügbare Eigenkapital, das Sie beim Baukredit einbringen können. Zweigen Sie schon vorab einen entsprechenden Betrag ab, der als Sicherheit liegen bleibt, falls es irgendwann zu Problemen oder unerwarteten Kosten kommt.

 

Die Nachfrage nach Wohnraum steigt immer mehr an. Mehrfamilienhäuser werden kaum noch gebaut. Es lohnt sich einfach nicht mehr. Daran ändert sich in den nächsten 10 Jahren nichts. Die Situation wird sich also weiter verschärfen. Wer sich für ein Haus auf Miete interessieren sollte, findet im besten Falle nur noch eine renovierungsbedürftige Hütte auf dem Lande. In der Stadt gibt es keine Chance mehr. Daher ist für viele aus dieser Not heraus der Baukredit die beste Alternative, um endlich wieder bezahlbaren Wohnraum zu finden und unbeschwert Leben zu können.

 

Oben haben wir bereits die Mietkosten von 1.400 Euro kalt für eine 80m² Wohnung in einer Großstadt erwähnt. Setzen wir dagegen einen Hausbau oder eine vergleichbare Wohnung als Eigentum, finanziert über einen Baukredit kommen wir auf monatliche Belastung zwischen 500 – 700 Euro (je nach Tilgungssatz). Ein deutlicher Unterschied, der zugleich auch Unabhängigkeit verspricht. Es gibt also viele gute Gründe, endlich den Schritt ins Eigenheim zu wagen. Warten lohnt sich nicht. Alles spricht für einen weiteren Mietanstieg, Wohnraum wird noch knapper. Nur wer jetzt kauft oder baut, kann diesem Kreislauf entfliehen. Zudem ist die Zinssituation in Deutschland und Europa günstig. So billig war Baugeld noch nie. Auch hier spricht einiges dafür, einfach zuzugreifen und die Gunst der Stunde für sich zu nutzen.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Neubau?

 

Achten Sie bei der Beantwortung nicht zu sehr auf den Immobilienmarkt. Entscheidend ist die eigene persönliche und wirtschaftliche Lage. Haben Sie Familie oder eine gefestigte Beziehung, ist das schon einmal eine gute persönliche Ausgangslage. Wer nun noch über ein festes und sicheres Einkommen verfügt, bei dem abzüglich der Ausgaben, Geld für eine Finanzierung übrigbleibt und ausreichend Eigenkapital ansparen konnte, hat vielleicht genau den richtigen Zeitpunkt für eine Baufinanzierung erwischt. Machen Sie aber nicht den Fehler, rein die jetzige Kaltmiete ansetzen zu wollen. Ein Hauskauf ist immer teurer. Neben den laufenden Kosten müssen Rücklagen für Sanierungen und Modernisierungen gebildet werden.

 

Das Baugeld ist unglaublich günstig. Dennoch ist es nicht immer so einfach ein Schnäppchen zu finden. Viele Immobilien sind in den letzten Jahren quasi explodiert. Wer also ein Haus oder eine Eigentumswohnung sucht, muss mehr Zeit dafür einberechnen. Lassen Sie sich Zeit, um die passende Immobilien zu finden. Einen Baukredit können Sie übrigens schon vorher abfragen, damit die Finanzierungszusage einfach beim Besichtigungstermin, wenn alles stimmt, vorgelegt werden kann. Es wird vermutet, dass die Preise weiter ansteigen werden. Vor allem in den Ballungsgebieten. In ländlichen Gegenden hingegen werden die Preise weiter fallen. Hier will kaum noch einer wohnen. Wer dort heute ein Haus kauft, wird in 20 Jahren einen deutlichen Wertverlust erleiden. Ganz entscheidend ist also die Lage.- Und das in vielfältiger Hinsicht.

An die Lage denken

Ortschaften unter 65.000 Einwohnern eignen sich für den Immobilienkauf weniger und sollten gut durchdacht sein. Oft ist es sinnvoller in einer größeren Stadt ein Haus oder eine Wohnung zu erwerben. Natürlich sind die Quadratmeter Preise höher. Aber ein Wertverlust ist unwahrscheinlich, im Gegensatz zu kleineren Ortschaften. In der Regel wird bei Orten unter 50.000 Einwohner ein Risikozuschlag beim Baukredit erhoben. Das Risiko ist wesentlich größer für den Kreditgeber. Sollte es zu einer Zwangsversteigerung kommen, sind Häuser in kleinen Ortschaften kaum wieder verkäuflich.

 

Neben diesem Punkt, ist noch eine andere Lage entscheidend beim Immobilienkauf. Es kommt auch in Deutschland zu immer mehr Katastrophen. Bekannte Überschwemmungsgebiete sollten grundsätzlich gemieden werden. Vor dem Kauf sollte die Gegend genau begutachtet werden. Liegen Berge, Flüsse oder Seen in der Nähe. Was ist mit Starkregen, welchen Schutz bietet die Immobilie. Punkte, die heute wichtiger denn je sind. Viele Versicherungen tendieren dazu, nach einem solchen Vorfall, den Vertrag zu kündigen. Eine neue Versicherung bei einem anderen Anbieter kann dann meistens nicht mehr abgeschlossen werden. Bekannte Hochwassergebiete sind schon gar nicht mehr versicherbar. Da der Baukredit eine Sache von 2 – 3 Jahrzehnten ist, sollten auch solche Punkte sehr genau bedacht werden, um spätere Zahlungsprobleme zu vermeiden.

 

Miete oder Eigentum – was lohnt sich mehr?

 

Wer hierbei rein vom laufenden finanziellen Aspekt ausgeht, wird bei der Miete langfristig einen besseren Schnitt machen. Eigentum lohnt sich nur dann, wenn hierbei auch die Altersabsicherung und die Vorteile des Wohnens ohne Nachbarn einbezogen werden. Bei Eigentum summieren sich zwar zunächst die finanziellen Vorteile gegenüber der Miete. Im Laufe der Zeit drehen sich aber diese Vorteile um. Wer unabhängig sein möchte und sein Leben im Alter und ohne direkte Nachbarn genießen möchte, sollte aber klar auf Eigentum setzen.

 

Ein Baugeld so günstig wie derzeit zu bekommen, das gab es noch nie. Erst kürzlich hat die Europäische Zentralbank angekündigt die Leitzinsen bei 0% zu belassen. Für den Sparer ein absolutes Desaster. Für den Hauskäufer oder Bauherrn ein absoluter Traum. Denn dadurch ist das Baugeld so günstig wie noch nie und wird sich wohl auch in den nächsten Jahren auf einer historisch niedrigen Welle bewegen. Wenn Sie sich also für einen Baukredit entscheide, kann die Immobilie so günstig wie noch nie finanziert werden. Dennoch gilt hier natürlich auch, dass verschiedene Kreditangebote miteinander abgeglichen werden sollten. Bereits geringste Zinsunterschiede können zu einer Ersparnis im 4-stelligen Bereich führen. Damit Sie einen Baukredit Vergleich vornehmen können, finden Sie bei uns einen kostenlosen Rechner, der unverbindlich 24 Stunden am Tag genutzt werden kann. Aus mehreren hunderten Angeboten, erhalten Interessenten so den günstigsten und besten Kredit für die Immobilienfinanzierung.

 

Durch den Brexit ist es wahrscheinlich, dass die EZB den Leitzins auch Ende des Jahres bei 0 Prozent belassen wird. Die Englische Trennung soll erst 2017 eingereicht werden, bis dahin wird uns auch noch die italienische Bankenkrise belasten. Alles spricht also weiterhin für einen niedrigen Leitzins bei 0 Prozent verharrend. Für den Baukredit bedeutet das auch, dass die Zinsen am besten langfristig (vielleicht sogar bis zum Ende des Vertrages) festgeschrieben werden sollten. Die Unterschiede dazu erklären wir Ihnen noch einmal ausführlich in einem anderen Abschnitt. Hypothekenkredite sind bereits für unter 2 Prozent erhältlich. Teilweise gibt es sogar Baugeld für unter 1 Prozent. Selbst Finanzierungen ohne Eigenkapital lassen sich für weit unter 2 Prozent finden. Daher sind vor allem lange Zinsbindungsfristen im Zinstief das A und O. Das spart Geld und bietet eine hohe Planungssicherheit bei der Immobilienfinanzierung.

 

Mit welchen Nebenkosten muss ich beim Baukredit rechnen?

 

Denken Sie auch an die Nebenkosten. Da sind zum Beispiel die Grunderwerbsteuer, die nächstes Jahr wieder steigen wird, die Maklercourtage und Steuern sowie Notar- und Grundbuchkosten. Je nach Bundesland fallen so Nebenkosten zwischen 15 – 30 Prozent an. Die Faustformel besagt, dass die Nebenkosten durch das Eigenkapital gedeckt sein sollten.

 

Eindeutiger Verwendungszweck

 

Der Baukredit muss keinesfalls nur für den Hauskauf oder den Bau verwendet werden. Die Baufinanzierung kann ebenfalls für Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen verwendet werden, Das gleich gilt für geplante Umbaumaßnahmen. Der Baukredit ist mit einer Baufinanzierung gleichzusetzen.

 

Die hohe Nachfrage beim Baukredit führt auch immer wieder zu neuen Rekorden. Ende letzten Jahres betrug das Volumen bei den Immobilienkrediten in Deutschland mehr als 1230 Milliarden. Eine Summe, die erstmalig in dieser Höhe erreicht wurde. Das Volumen dürfte in den nächsten Jahren weiter zunehmen, die Situation im Mietermarkt knüpft sich weiter zu. Immer mehr Menschen wollen deshalb ein Haus oder eine Eigentumswohnung erwerben. Wer einen Baukredit beantragen möchte, muss alle Kosten im Blick haben. Dabei haben es Bauherrn gar nicht so einfach. Ein älteres Haus zu kaufen, ist meistens in der Kostenstruktur übersichtlich. Bei einem Neubau verhält sich das jedoch deutlich anders. Neben den Baunebenkosten wie Makler, Steuer und die Grundbuchkosten samt Notar, muss auch die Zufahrt bedacht werden, sowie Wasser und Abwasser. Wer sein Grundstück direkt in einem Neubaugebiet erwirbt, wird mit geringen Kosten für die Zuleitungen rechnen müssen. Befindet sich das Objekt jedoch etwas abgelegen, können die Kosten wahrlich explodieren. Deswegen sollten diese Kostenpunkte direkt erfragt und als schriftliche Bestätigung erbeten werden. Diese Gebühren können dann in die erforderliche Kreditsumme einberechnet werden.

 

Dich das war es noch lange nicht. Auch die Baustelleneinrichtung. Die Baugenehmigung und die spätere Abnahme verschlingen viel Geld. Manchmal macht es Sinn, mit anderen Personen, die bereits ein Haus gebaut haben ein Gespräch zu suchen. Diese können recht schnell auf mögliche Fallstricke hinweisen. Wer keinen in seinem Bekanntenkreis kennt, wird in spezialisierten Internetforen Kontakte dazu knüpfen können.

 

Zins & Tilgung bei Baukrediten

 

Die anfallenden Zinsen und Gebühren bei einem Baukredit hängen von der Dauer, dem Eigenkapital und der eigenen Bonität ab. Der Kreditnehmer hat nach dem Erhalt der Baufinanzierung die Zinskosten zu tragen. Diese werden mit dem Darlehen monatlich zurückgezahlt. Dabei setzt sich die Rate aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen. Der Tilgungsanteil entspricht dem festgelegten Anteil der Kreditsumme.

 

Wer eine Baufinanzierung beantragen möchte, sollte zuvor den Blick auf Zinsen und Tilgungen werfen. Bei den meisten Baukrediten handelt es sich um ein klassisches Annuitätendarlehen. Die monatliche Rate bleibt bis zum Ende der Sollzinsbindung gleich. Jedoch ändert sich im Laufe der Zeit das Verhältnis von Zins- und Tilgungsanteil. Die Gründe liegen darin, dass von Beginn an ein kleiner Teil des Darlehens getilgt wird. Durch die Tilgung reduziert sich die Restschuld. Damit auch der dafür anfallende Aufwand für den Zins. Dadurch bleibt im Laufe der Zeit mehr Platz für den Tilgungsanteil.

 

Wie hoch sollte die Tilgung sein?

 

Umso niedriger die Zinsen sind, desto höher kann die Tilgungsrate bei einer Baufinanzierung ausfallen. Wer von Anfang an auf eine hohe Tilgungsrate setzt, kann das Darlehen für die Baufinanzierung schneller zurückbezahlen.

 

Beispiel:

Baufinanzierung 100.000 Euro

Zinssatz: 2.00 %

 

Wer mit einer Tilgung von 1 Prozent beginnt, zahlt im Monat 250 Euro und wäre erst nach etwa 55 Jahren schuldenfrei. Die Zinskosten liegen dann bei über 65.000 Euro. Im Vergleich dazu eine Tilgung von 3 Prozent. Die monatliche Belastung liegt bei 416 Euro. Der Kredit ist nach 25 Jahren getilgt. Die Zinslast betrug hier nur 28.000 Euro. 37.000 Euro konnte der Kreditnehmer insgesamt einsparen.

 

Unsere Empfehlung

 

Generell sollte eine Baufinanzierung nie mit einem Tilgungssatz von nur einem Prozent abgeschlossen werden. Minimum sollten immer 2 Prozent oder deutlich mehr sein.

 

Zwar verlocken die niedrigen Raten bei einer geringen Tilgung, die Gesamtbelastung wächst damit aber deutlich.

 

Alternative – Baukredite mit variabler Tilgung?

 

Immer öfters wird eine variable Tilgung angeboten. Ist diese sinnvoll? Ja, der Kreditnehmer kann bei der Baufinanzierung die Tilgung während der Zinsbindungsfrist mehrfach anpassen. In der Regel 2 – 3 Mal. So kann damit auf künftige finanzielle Situationen flexibel reagiert werden.

 

Welche Sollzinsbindung sollte ich wählen?

 

Die Zinsbindung bei einer Baufinanzierung kann in den meisten Fällen beliebig gewählt werden. Der Antragsteller sollte das Zinsrisiko bereits vor Antragsstellung genau kalkulieren. In der Regel wird die Sollzinsbindung meistens zwischen 5 – 20 Jahren festgeschrieben. Eine kurze Zinsbindung bei einer Baufinanzierung macht dann Sinn, wenn bereits von Anfang an ein hoher Tilgungsanteil gewählt wurde. In diesem Fall ist bereits nach 5 Jahren ein nennenswerter Anteil zurückgezahlt. Eine lange Zinsanbindung ist immer dann zu empfehlen, wenn die Bauzinsen besonders niedrig sind und zu erwarten ist, dass in den nächsten Jahren ein Anstieg erfolgt. In einer Niedrigzinsphase kann es sogar sinnvoll sein, die Zinsen bis zu 20 Jahre festschreiben zu lassen. Dadurch entsteht eine gewisse Planungssicherheit.

 

Warum sollte ich auf Sondertilgungen achten?

 

Wird das Geld früher als vereinbart zurückgezahlt, entgeht der Bank oder dem Finanzierungspartner viel Geld. In diesem Fall wird meistens ein Schadensersatz, eine Art Strafzins, bei einer vorzeitigen Rückzahlung berechnet. Allerdings besteht heute die Möglichkeit, sich eine mehrfache Sonderzahlung, die straffrei erfolgen darf, einzuräumen. Für diese flexiblen Optionen kommt es meistens zu einem geringen Zinsaufschlag. So ist zum Beispiel für ein jährliches Sondertilgungsrecht bis zu 5 Prozent ohne Aufschlag möglich. Weitere Sonderzahlungen darüber hinaus können jedoch nur gegen einen Zinsaufschlag erfolgen. Die Vereinbarung über diese Option muss bereits bei Vertragsbeginn erfolgen. Antragsteller für eine Baufinanzierung sollten daher genau überlegen, ob sie mehr als 5 Prozent im Jahr leisten wollen oder können. Ist das der Fall, macht eine Anpassung durchaus Sinn. Sollte diese Option eher unwahrscheinlich sein, würde eine solche Erweiterung den Baukredit nur teurer machen.

 

Kann ich bei einem Baukredit Förderungen in Anspruch nehmen?

 

Eventuell ja. Es gibt eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten. Zuschüsse, vergünstigte Darlehen und mehr. Einige werden dabei von der KfW-Bank angeboten, andere von den Kommunen oder dem Bund. Wer eine Solaranlage mit dem Bau installieren möchte, kann interessante Fördermaßnahmen der KfW-Bank in Anspruch nehmen. Allerdings ist der Antrag immer vor Baubeginn zu stellen. Erst nach Genehmigung darf die Maßnahme erfolgen.

 

Teilweise kann mit dem Baukredit auch ein Anspruch auf staatliche Förderung kombiniert werden. Das können ein paar Tausend Euro als Zuschuss sein oder ein günstiges Zusatzdarlehen bis zu 100.000 Euro. Es gibt sehr unterschiedliche Programme. Viele Bundesländer und Städte haben ganz individuelle Förderprogramme, für Familien, die bauen möchten. Fragen Sie hierzu direkt bei Ihrer Stadt nach.

 

Eine andere Möglichkeit sind die Förderungen durch die KfW Bank. Die staatliche Bank unterstützt Bauvorhaben mit diversen Kreditprogrammen. Darin enthalten sind auch Sanierungs- und Umbaukosten. Insbesondere bei den Maßnahmen zur Energieeffizienz zeigt sich die KfW sehr förderwillig. Wichtig hierbei: Wer sich für solche Fördermaßnahmen interessiert, darf mit dem Bau noch nicht begonnen haben. Alle Anträge müssen vor dem Bau eingereicht und erst genehmigt werden. Weitere Informationen dazu erhalten Sie direkt bei der KfW Bank.

 

Restschuldversicherung – Wie sinnvoll ist sie?

 

Generell kann niemand in die Zukunft sehen. Eine Restschuldversicherung kann daher ein probates Mittel zur Absicherung sein. Sofern der Baukredit jedoch weniger als 8.000 oder 10.000 Euro beträgt (z.B. für eine Sanierung/Modernisierung) macht eine Restschuldversicherung meistens wenig Sinn. Sinnvoll ist diese aber, wenn die Finanzierung über einen längeren Zeitraum und über einen höheren Betrag abgeschlossen werden soll. Dann springt die Absicherung immer dann ein, wenn Krankheit oder zum Beispiel eine Arbeitslosigkeit die Zahlung der weiteren Raten unmöglich macht. Für die Restschuldversicherung fällt ein zusätzlicher Zinsanteil an. Wie hoch dieser ausfällt, hängt davon ab, welche Leistungen gewünscht sind. So kann der Kreditnehmer als Option wählen, dass im Versicherungsfall die gesamte Rate oder nur ein Teil übernommen wird. Das gleiche gilt für die Laufzeit und andere Punkte.

 

Wie wichtig ist meine Bonität?

 

Wer bei der Hausbank finanzieren will, muss meistens eine gute Bonität vorweisen können. Unsere Finanzierungspartner haben aber auch dann Lösungen parat, wenn es Probleme in der Vergangenheit gegeben hat. Generell spielt auch das einzubringende Eigenkapital eine wichtige Rolle. Wer bereits 25 oder 30 an Eigenkapital für den Baukredit mitbringt, kann auch Abstriche bei der Bonität aufweisen. In diesem Fall bekommt die Bank eine gute Sicherheit. Umso mehr an Eigenkapital aufgebracht wird, desto geringer sind die Anforderungen an die Bonität. Das gilt natürlich auch für die Einkommensnachweise.

 

Wovon hängt der Zinssatz bei Baukrediten ab?

 

Der wichtigste Faktor bei einer Baufinanzierung ist der persönliche Zinssatz. Dieser setzt sich aus mehreren Punkten zusammen. Zu einem ist da die aktuelle Marktlage aber auch die gewählte Zinsbindungsfrist. Dazu kommt das eingebrachte Eigenkapital. Umso höher dieses ausfällt, desto niedriger fällt der Zins für den Baukredit aus. Schon ab 20 Prozent lassen sich recht gute Konditionen aushandeln. Wer mehr als 40 Prozent einbringen kann, wird sogar mit den besten Konditionen belohnt. Ein weiterer wichtiger Fokus liegt hier aber auch bei der persönlichen Bonität. Generell ist eine Baufinanzierung auch immer mit einer schlechteren möglich, führt aber zu einem Risikoaufschlag in Form von höheren Zinsen.

 

Welche Unterlagen muss ich vorzeigen?

 

Wir sorgen auch bei einer Baufinanzierung für eine unbürokratische Abwicklung. Gewisse Unterlagen müssen dennoch vorgelegt werden. Hierbei ist zunächst der Einkommensnachweis ein wichtiger Punkt. Der aktuelle sowie der letzte Nachweis sind einzureichen. Zusätzlich wird bei höheren Summen für einen Baukredit auch ein Einkommenssteuerbescheid verlangt. Rentner müssen einen Rentenbescheid sowie einen Steuerbescheid vorweisen.

 

Bei Selbstständigen und Freiberuflern ist eine Bilanz, bzw. eine Gewinn- und Verlustrechnung mit den entsprechenden Einkommensteuerbescheiden vorzulegen. Oder/und eine betriebswirtschaftliche Auswertung.

 

Neben den obigen Einkommensnachweisen sind desweiten die Objektunterlagen vorzulegen. Dazu gehören zum Beispiel Grundbuchauszug, Lageplan, Grundriss, Fotos, Wohnflächenberechnung und bei Neubauten auch die Baubeschreibung sowie die Baukostenberechnung. Handelt es sich um Eigentumswohnungen, ist ferner eine Teilungserklärung beizulegen.

 

Wie kann ich Zinsen sparen?

 

Wer direkt bauen will, kann nach einer bereitstellungszinsfreien Zeit fragen. Wird das Haus oder die Wohnung noch gebaut, überweist der Kreditnehmer immer nur nach und nach einen Teil, entsprechend der Vereinbarung mit der Baufirma. Der Finanzier stellt dem Kreditnehmer dabei die sogenannten Bereitstellungszinsen in Rechnung. An wann diese jedoch fällig werden, kann flexibel gehandhabt werden.

 

Welche Laufzeit sollte ich für den Baukredit wählen?

 

Jeder wünscht sich natürlich eine schnelle Rückzahlung der Baufinanzierung. Die individuelle Laufzeit hängt dabei zunächst von den finanziellen Möglichkeiten des Kreditnehmers ab. Hier sollte der Kredit generell immer spätestens kurz vor dem Rentenbeginn getilgt worden sein. Umso früher, desto besser. Viele entscheiden sich für Laufzeiten zwischen 10 – 15 Jahren für eine Baufinanzierung. Eine kurze Laufzeit macht aber immer nur dann Sinn, wenn die monatliche Rate nicht belastet und problemlos erfolgen kann. Ausreichend finanzieller Spielraum muss immer vorhanden sein. Die üblichen Laufzeiten für einen Baukredit reichen deshalb auch weit bis zu 30 Jahren. Ein solcher Finanzierungszeitraum macht vor allem dann Sinn, wenn der Kredit bis zu 35. Lebensjahr abgeschlossen wird. Die gesamte Tilgung wäre dann immer noch vor dem Renteneintritt.


Ist ein Baukredit durch höhere Sicherheiten auch für Rentner & Selbständige möglich?

Der Baukredit hat bei den Krediten eine Sonderstellung. Im Gegensatz zu anderen Finanzierungsarten, bietet er eine gute Sicherheit für den Kreditgeber. Daher ist es auch möglich, Finanzierungsanfragen bei einer problematischen Schufa Auskunft zu realisieren. Das gleiche gilt für Selbstständige und ebenso Rentner, die bei normalen Krediten bei der Bank auf taube Ohren stoßen. Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Kreditgebern zusammen, die allesamt auch in schwierigen Situationen Lösungen anbieten können und so den Traum vom Eigenheim realisieren können.

 

Eine Frage die oft und gerne gestellt wird. Immerhin haben es Selbstständige und auch Freiberufler sehr schwer, wenn es um einen Kredit geht. Die meisten Hausbanken lehnen gleich ab. Das Risiko bei einem Selbstständigen sei einfach zu hoch. Generell arbeiten wir aber auch mit Kreditgebern zusammen, die dieses Risiko für übersichtlich halten. Denn immerhin steht im Gegenzug eine Immobilie als Sicherheit da. Ein Fokus wird in diesen Fällen natürlich auf das einzubringende Eigenkapital beim Baukredit geworfen. Wer bauen möchte, sollte also diesen Punkt explizit bedenken.

 

Voraussetzungen:

Generell sollten Freiberufler und Selbstständige seit mindestens 3 Jahren geschäftlich Tätig sein und aus diesen Jahren auch Unterlagen vorzeigen können. Welche Unterlagen das im Einzelnen für einen Baukredit sind, haben wir in einem späteren Abschnitt einmal zusammengefasst. Hierzu gehört zum Beispiel die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung. Existenzgründer werden bei einem Baukredit jedoch keinen Aussicht auf Erfolg haben.

 

Generell muss in diesem Bereich mit einem Risikoaufschlag bei einer Baufinanzierung gerechnet werden. Dieser Aufschlag liegt meistens bei um die 0,1 Prozent. Sofern Selbstständige weniger als 60 Prozent der Beleihungssumme benötigen, ist der Kredit im gewöhnlichen kein Problem. Dann bedarf es auch keiner großen Bonitätsprüfung. In diesem Fall ist die benötigte Summe bereits mit einem Gegenwert komplett abgesichert. Also ein klassischer Realkredit. Sollten jedoch mehr als 60 Prozent benötigt werden, können weitere Prüfungen erfolgen.