Was kann alles in die Umschuldung eingefasst werden

Mit einem Umschuldungskredit können nicht nur bestehende Bankkredite eingefasst werden, sondern auch andere laufende Verbindlichkeiten. Dazu gehören zum Beispiel auch Ratenkredite bei Versandhäusern und sonstige Zahlungsverpflichtungen, die getroffen wurden. Bei der Kreditumschuldung wird zunächst ein fester Betrag als neuer Kredit festgelegt. Dieser kann dann alle Verbindlichkeiten, die in die Umschuldung einfließen, enthalten. Eine Umschuldunglohnt sich insbesondere bei Ratenkäufen. Die einzelnen Versandshops berechnen enorme Gebühren und Kredite, die man teilweise schon als Wucher definieren könnte und häufig weit über 15 Prozent beim effektiven Jahreszins liegen. Mit einem Umschuldungskredit hingegen lassen sich die Kreditgebühren oft unter 5 Prozent und mehr drücken. Am Ende bietet damit die Kreditumschuldung nicht nur einen größeren finanziellen Spielraum, sondern auch weit weniger Nebengebühren, als das bei einer Vielzahl von Einzelkrediten der Fall ist. In eine Umschuldung können natürlich auch einmalige Verbindlichkeiten eingefasst werden. Der neue Kredit dafür wird ja in einem Betrag ausgezahlt und kann dann entsprechend zur Tilgung an die anderen verteilt werden.

Mehr Freiraum schaffen – Raten strecken

Eine Umschuldung kann aber auch selbst dann Sinn machen, wenn nur ein Kredit vorhanden ist. Bei älteren Darlehen, die über eine lange Laufzeit abgeschlossen wurden, ärgern sich viele heute über hohe Zinsen und Nebengebühren. Eine Entlastung kann dann ein Umschuldungskredit sein, der mit sehr geringen Zinsen überzeugt.

 

Das gleiche gilt, wenn nur eine kurze Kreditlaufzeit vereinbart wurde. Ändern sich die persönlichen Lebensverhältnisse oder das Gehalt, kann die monatliche Rückzahlung schnell zu einer Belastung werden. Eine Entlastung ist dann einfach ein Umschuldungskredit, mit dem die Rate durch eine längere Laufzeit einfach gestreckt wird und so nicht mehr zur Belastung beiträgt. Unter dem Strich ist das meistens sogar deutlich günstiger als beim alten Kredit. Die neue Kreditumschuldung kommt oft mit deutlich besseren Zinskonditionen daher. Im Endeffekt fällt die Rate nicht nur niedriger aus, sondern auch die Gesamtbelastung fällt. Ein deutliches Plus also für die Umschuldung.

 

Andernfalls kann zusätzlich ein weiterer Kreditbedarf mit den alten Verpflichtungen in einer Umschuldung bequem zusammengelegt werden. So kann alles unter einem Dach abgewickelt werden. Nicht zu vergessen: Wer mehr als einen Kredit hat, muss auch mit einer Bonitätsabwertung in der Schufa rechnen. Eine Kreditumschuldung kann eine Lösung in vielerlei Hinsicht sein.

Vorfälligkeitsentschädigung beachten

Die Vorfälligkeitsentschädigung (LINK auf Text unten?) sollte generell immer beachtet werden, wenn es nicht nur darum geht, die monatliche Belastung zu senken. Wenn ein Altkredit vorzeitig abgelöst wird, berechnet die Bank eine Art Schadensersatz, der zusätzlich zu bezahlen ist. Wie hoch dieser im Einzelfall bei Ihnen ausfällt, kann Ihnen Ihre bisherige Bank mitteilen.

 

Es gibt übrigens diverse Möglichkeiten und Tricks, um die Vorfälligkeitsentschädigung bei einer Kreditumschuldung deutlich zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden. Näheres dazu erfahren Sie in unserem kleinen Ratgeber zur Vorfälligkeitsentschädigung

Kann ich jeden Ratenkredit einfach umschulden

Nein. Nicht jeder Ratenkredit kommt für eine Umschuldung in Frage. Eine Voraussetzung muss generell erfüllt werden, damit der alte Vertrag über einen Umschuldungskredit umgeschichtet werden kann. Generell muss der alte Vertrag mindestens 6 Monate bereits bestehen. Erst dann haben Sie dem Gesetz nach (siehe auch BGB § 489 Abs. 1 Satz 2) einen Kündigungsanspruch, wobei eine Frist von 3 Monaten für die Kündigung zu beachten ist. Verträge, die älter als 6 Monate sind, können somit generell für einen Umschuldungskredit gekündigt werden.

Kann ich meinen Dispo auch umschulden

Ja, auch das geht. Bei dem Dispo verlangen die meisten Banken immer noch weitaus mehr als 10 Prozent. Einige liegen immer noch zwischen 16 – 20 Prozent. Das ist sehr viel und kostet dem Bankkunden viel unnützes Geld. Generell kann auch ein Dispo in einen Umschuldungskredit einbezogen werden. Die Zinsen sind deutlich niedriger und entsprechen gerade einmal 1/5 der Dispozinsen.

 

Ein kleines Beispiel verdeutlicht den Unterschied. Nehmen wir an Sie, nutzen einen Dispo von 3.000 Euro für günstige 11,70 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die Ratenhöhe beträgt dann alleine 140,80 Euro monatlich. Insgesamt bezahlen Sie über 379,21 Euro an Zinsen. Bei einem Ratenkredit hingegen mit einem Zinssatz von 5,65 Prozent fällt nur eine Ratenhöhe von 132,49 Euro an. Und die gezahlten Zinsen betragen gerade einmal 179,74 Euro. Übrigens: Die meisten Dispozinsen liegen viel höher als in unserem Beispiel! Eine Umschuldung macht also durchaus Sinn. Ein Umschuldungskredit ist immer günstiger und je nach Bonität auch schon für unter 3 Prozent zu bekommen!

Restschuldversicherung abschließen

Restschuldversicherungen werden gerne bei allen Darlehensverträgen angeboten. Es klingt plausibel. Ob ein solcher Abschluss jedoch Sinn macht, muss jeder für sich selbst berechnen. Die Kreditsumme erhöht sich allerdings erheblich durch den Abschluss. Die dadurch entstehenden Kosten werden in der Regel ganz zu Beginn auf die Kreditsumme einfach aufgeschlagen. Hat sich der Kredit so auf 13.000 Euro belaufen, sind es nun mit der Restschuldversicherung über 15.000 Euro. Beträgt der Zinssatz effektiv um die 5 Prozent müssen Sie zum Beispiel bei einer Laufzeit von 7 Jahren um 28 Euro monatlich zusätzlich einberechnen.

Baudarlehen – Hier lohnt die Umschuldung immer

Bei einem Baudarlehen macht ein Umschuldungskredit immer Sinn. Die Zinsunterschiede sind in diesem Bereich so hoch, wie noch nie zuvor. Zusätzlich liegen die Kreditsummen in den meisten Fällen mindestens im 5-stelligen Bereich. Häufig sogar höher. Alleine durch die hohe Darlehenssumme mach eine Kreditumschuldung Sinn. Selbst bei nur einem Unterschied von 1 Prozent.