Wieviel Kredit kann ich mir beim Hausbau zumuten?

Welche Immobilie in Frage kommt, hängt auch immer davon ab, welche Belastung im Monat getragen werden können. Dieser Punkt ist ein zentrales Element. Viele muten sich oft zu viel zu. Das Ende ist dann immer gleich: Die Immobilien wird nach einigen Jahren zu einer immensen Belastung, die Freude ist gegangen und einigen droht sogar der Totalverlust. Vermeidbar sind solche Probleme bereits von Anfang an bei einem Baukredit. Maßgeblich ist hierbei einfach, das Haus nicht zu einer Belastung werden zu lassen. Sie sollten also genau wissen, was im Monat für die Eigentumswohnung oder das Haus gezahlt werden kann. Und diese Grenze sollte auch klar eingehalten werden. Vielfach werden dabei die Nebenkosten beim Hauskauf außer Acht gelassen. Alleine Makler, Notar und Steuer können hierbei schon 15 Prozent zusätzlich ausmachen. Wer baut, muss Leitungen verlegen und auch dafür noch einmal um die 10.000 Euro auf den Tisch legen. Alles das sollte in die Berechnung für die monatlichen Ausgaben einbezogen werden, ebenso in die tatsächlich benötigte Kredithöhe.

 

Eigenkapital spielt bei diesen Kalkulationen eine zentrale Rolle. Jeder 10er mehr an Eigenkapital reduziert die Last und schafft mehr Freiraum. Eine Finanzierung ganz ohne eigene Mittel ist faszinierend, lohnt sich in vielen Fällen jedoch nur für junge Menschen mit bereits hohem Einkommen ohne Rücklagen. Für Familien ist diese Finanzierung meistens zu riskant. Experten empfehlen, mindestens 20 Prozent oder besser schon 30 Prozent an Eigenkapital beim Baukredit einzubringen. Umso mehr eingebracht werden kann, desto besser sind die Konditionen und die monatliche Last fällt geringer aus. Gleichzeitig wird auch die Bonitätsprüfung lascher, da sich das Risiko ja für den Kreditgeber verringert. Eine wichtige Rolle spielt bei der Planung auch der Tilgungssatz. Viele machen den Fehler, hierbei einen geringen Prozentsatz auszuwählen. Das verringert zwar die monatliche Belastung deutlich, sorgt aber auch für eine lange Laufzeit und somit am Ende hohen Gesamtkosten. Generell sollte eine Tilgungsrate ab 3 Prozent kalkuliert werden. Näheres dazu und anderen Punkten, haben wir noch einmal ausführlich in den anderen Abschnitten erläutert.


Das sollte beachtet werden

Einige zentrale Punkte haben wir bereits angesprochen. Eigenkapital, Tilgungsrate und mehr sind wichtige Bestandteile. Generell geht es aber darum, genau zu bestimmen, was monatlich tragbar ist. Wie hoch darf also die Rate im Monat ausfallen? Diese Frage sollte und muss vor jedem Finanzierungsgedanken genau kalkuliert werden. Als Faustformel gilt hierbei: Nicht mehr als 40 Prozent des Netto-Einkommens. Dabei soll nur das wirklich regelmäßige Einkommen Anwendung finden. Einnahmen, die nur gelegentlich erfolgen, also keine sichere Basis darstellen, sollten hierbei nicht herangezogen werden.

 

Nun geht es noch darum, zu prüfen, ob die besagten bis 40 Prozent auch wirklich verfügbar wären. Manchmal stehen dem hohe Ausgaben gegenüber. Sinnvoll ist daher ein Haushaltsbuch, das vor dem Baukredit geführt wird. So können über 2 – 3 Monate einmal alle tatsächlichen Ausgaben und Einnahmen erfasst werden. Die beste Möglichkeit, um zu erfahren, was im Monat effektiv verfügbar ist. Vergessen Sie dabei keinesfalls, dass auch noch Geld zum Leben und zum Wohlfühlen benötigt wird. Wer fast jeden Cent für die Ausgaben und die monatliche Rate beim Baukredit einplant, wird nach einigen Jahren in einer Krise sein. Das Immobiliendarlehen darf nie eine Belastung sein. Andernfalls sind Probleme bereits jetzt vorprogrammiert. Aus diesem Grund sollte dieser Punkt in aller Ruhe und keinesfalls überstürzt behandelt werden.


Schuldenfalle entgehen

Ein weiterer Punkt der bei der monatlichen Belastung vergessen wird, ist, das eine Immobilien viele Kosten verursacht. Instandhaltung und Bewirtschaftungskosten werden häufig vergessen. Diese müssen aber unbedingt mit 3,50 Euro im Schnitt pro Quadratmeter und Monat kalkuliert werden. Wer das nicht macht, befindet sich später schnell in der Schuldenfalle.


Zinsen – Die Magie kleiner Zahlen

Kleine Zahlen sagen viel aus. 2,2 Prozent an Zinsen oder 2,0 Prozent für die Baufinanzierung. Der Unterschied erscheint winzig. Doch nur 0,1 Prozent können leicht einige Tausend Euro als Differenz ausmachen. Nehmen wir einen Baukredit über 200.000 Euro mit einer Laufzeit von 15 Jahren sowie eine anfänglichen Tilgung von 1 Prozent. 5.500 Euro beträgt nun der Unterschied zwischen einen Angebot mit 2,0 und einem mit 2,2 Prozent- Für diese Differenz kann bereits ein neues Bad oder eine neue Küche gekauft werden.

 

Gleiches gilt für die Tilgungsrate, die wir noch einmal genauer besprechen werden. Hier gilt es, jeden nur möglichen finanziellen Spielraum herauszuholen. Statt einer Tilgung von 1,0 Prozent auf 1,20 Prozent setzen. Der Unterschied: Die Restschuld bei der höheren Tilgung fällt um 6.500 Euro geringer aus. Das wäre schon ein Wohnzimmer. Sie sehen also, dass sich beim Bau und der Finanzierung selbst kleine Unterschiede enorm auswirken können. Generell ist daher nicht nur das beste Angebot, sondern auch der Tilgungssatz ein wichtiger Ansatzpunkt. Hilfreich hierfür ist unser Baukredit Vergleich. Der Rechner vergleicht zwischen hunderten von Angeboten und findet dabei nicht nur die besten, sondern eben auch die günstigsten. Am Ende zeigt sich, das Bauen gar nicht einmal so teuer sein muss. Wer gut organisiert und mit Vergleichen an die Sache herangeht, wird so einiges am Ende eingespart haben. Schließlich lässt sich das Geld nach dem Bau doch mit Sicherheit viel sinnvoller einsetzen.