Nebenkosten – Was bedeutet das eigentlich

Beim Kredit für den Immobilienkauf haben wir auf der einen Seite den reinen Kaufpreis und auf der anderen Seite die Nebenkosten. Darunter fallen nicht nur Umbaukosten und Sanierungskosten, sondern auch die Erwerbsnebenkosten. Und gerade letztere schlagen immer höher zu buche. Im Schnitt um die 15 Prozent. Anhängig ist die Höhe nach dem jeweiligen Bundesland.

Bundesland Grunderwerbsteuer Maklercourtage:

  • Berlin 6,00 % 7,14 %
  • Brandenburg 6,50 % 7,14 %
  • Hessen 6,00 % 5,95 %
  • Bremen 5,00 % 5,95 %
  • Niedersachsen 5,00 % 5,95 %
  • Hamburg 4,50 % 6,25 %
  • Nordrhein Westfalen 6,50 % 3,75 %
  • Saarland 6,50 % 3,75 %
  • Schleswig Holstein 6,50 % 3,75 %
  • Mecklenburg Vorpommern 5,00 % 3,75 %
  • Baden Württemberg 5,00 % 3,75 %
  • Rheinland Pfalz 5,00 % 3,75 %
  • Sachsen Anhalt 5,00 % 3,75 %
  • Thüringen 5,000 % 3,75 %
  • Bayern 3,50 % 3,57 %
  • Sachsen 3,50 % 3,57 %

Die obige Liste verdeutlich, woraus sich die Nebenkosten zusammensetzen. Hinzu kommen noch als pauschaler Richtwert 1,50 Prozent für die Notar- und Grundkosten, die sich nach dem tatsächlichen Aufwand berechnen.

Weitere Nebenkosten beim Erwerb

Die Nebenkosten für den Erwerb setzen sich also aus Notarkosten, der Grunderwerbsteuer und der Maklerprovision zusammen. Danach kommen eventuell noch die bereits angesprochenen Renovierungs- und Sanierungskosten. Wer ein älteres Haus über Immobilienkredite finanziert, wird meistens auch im Rahmen einer Sanierung den Schnitt des Hauses ändern oder eine neue Heizungsanlage einbauen wollen. Alles das sind Nebenkosten, die bei einer Immobilienfinanzierung unbedingt genau kalkuliert werden sollten. Bedenken Sie also, dass mit jedem zusätzlichen Euro an Eigenkapital die Belastung in der Zukunft gesenkt werden kann. Bei einem Neubau ist oft die Verlegung von Strom-, Gas- und Telekommunikationsleitungen erforderlich. Hierfür fallen nicht selten Nebenkosten von um die 12.000 Euro an. Ob Kauf oder Bau, eine Versicherung zur Absicherung wird ebenfalls benötigt. Hierfür fallen weitere Kosten im Monat an, die ebenfalls in den Bereich der Nebenkosten fallen.

Etwas Luft einplanen

Neben den obigen Nebenkosten, die unter anderem beim Erwerb anfallen, sollte bei einem Immobilienkredit auch finanziell ein wenig Luft eingeplant werden. Es kann immer zu Sonderausgaben führen. Eine Sanierung kann ebenfalls plötzlich auf Probleme treffen und dann wesentlich teurer werden, als ursprünglich geplant. Das sollte in den Immobilienkrediten unbedingt eingeplant werden. Bis zu einem Kaufpreis von 400.000 Euro rechnet man meistens um die 7.000 als Luft für besondere Dinge und Ausgaben. Ab 400.000 Euro geht es mit 10.000 Euro und mehr weiter. Abhängig sind diese Berechnungen natürlich auch davon, in welchem Zustand sich das Haus befindet. Auch bei einem Neubau sollte dieser Posten einkalkuliert werden, kann aber oft geringer ausfallen.