Ist der Schufa Score Wert wirklich aussagekräftig für eine Kreditvergabe?

Hierzu gibt es bis heute keine Erkenntnisse. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung sieht den Wert natürlich als zuverlässig an. Beweise dafür gibt es jedoch nicht. Das liegt auch daran, dass die Schufa sich weigert, die Berechnungsgrundlagen offen zu legen. Kenner gehen davon aus, dass mehr als 18 relevante Daten zur Berechnung herangezogen werden. Vor allem das Alter ist dabei ein besonders wichtiger Wert. In die Bewertung der Kreditwürdigkeit fließt aber nicht nur das Alter, sondern auch der Wohnsitz. Wer in einer Straße lebt, die allgemein von vielen Arbeitslosen oder Zahlungsunfähigen bewohnt wird, muss mit einer deutlichen Abwertung rechnen. Unabhängig seiner eigenen finanziellen Lage.

Wegen der Schufa-Holding Wohnsitz und die Bank nicht wechseln?

Angeblich soll jemand, der lange an ein und derselben Adresse wohnt und sein Bankkonto nicht wechselt, als besonders zuverlässig gelten, was für einen Anstieg bei dem Score führen kann. Das allerdings wäre in der heutigen Zeit ein negatives Signal. Muss jemand durch seine Berufstätigkeit öfters umziehen, würde ein solches Verhalten negativ ausgelegt werden. Wer darauf bedacht ist, bei der Kontoführung wenig zu bezahlen und so alle paar Jahre zu einer anderen Bank wechselt, müsste demnach ebenfalls mit einer Abwertung rechnen. Das wäre allerdings nicht zeitgemäß und würde zeigen, dass die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung Datenbestände bewertet, die eigentlich keinen Einfluss auf die Bonität haben können. Der Score Wert ist also nicht transparent und somit eigentlich kaum aussagekräftig. Denn bereits die reine Kontoeröffnung kann diesen Wert belasten. Dabei ist eine Eröffnung weder ein negatives noch ein positives Signal.